Einführung SAP/R3 – ERP-Software für alle Standorte

Das Unternehmen verfügt über keine gruppenweit einheitliche ERP-Software. Die Gesellschaften arbeiteten in jedem Land mit einer unterschiedlichen ERP-Software. In einigen Ländern mit einer stark veralteten IBM AS400 basierende ERP Software Lösung. Ziel des Projektes ist die Umsetzung einer länderübergreifend einheitlichen, vollintegrierten ERP-Softwarelösung für alle Standorte.
Einführung ERP-Software Projekt
Symboldarstellung

Projekt

Dauer: 24 Monate

Projektrolle: Projekt Owner für AT, Mitglied ERP Steering Committee

Einsatzgebiet: Österreich

Unternehmen

Branche: Kunststoffindustrie

Umsatz: ca. 400 Mio. €  (am Projekt beteiligtes Gesellschaft ca. 90 Mio. €)

Mitarbeiterzahl: ca. 3.200 (am Projekt beteiligte Werke ca. 350 MA)

Aufgabe

  • Ziel des Projektes ist die Umsetzung einer länderübergreifend einheitlichen, vollintegrierten ERP-Softwarelösung für alle Standorte.
  • Planung und Bereitstellung der benötigten Ressourcen.
  • Gruppenweit koordinierte Erstellung der Projektstruktur, Projektplan und Timeline.
  • Erhebung und Festlegung der Daten-Hierarchie und Prozess-Workflows.
  • Überwachung und Freigabe der Projekt Milestones.
  • GoLive Planung und finale Go-Entscheidung.

Team

  • Konzernleitung, CEO, CFO, Geschäftsführung
  • IT/SAP-Implementierungsteams
  • Produktionsleitung, Teamleitungen
  • Externer Implementierungspartner

Maßnahmen

  • Planung von: Projekt Timeline / Budget / Ressourcen.
  • Selektion und Festlegung der Projektteams.
  • Detaillierte Evaluierung von geeigneten ERP-Systemen (Zeitraum 6 Monate).
  • Finale Entscheidung zwischen SAP/R3 vs. MS Navision (jetzt MS Dynamics).
  • Durchführung einer detailliert n Fit/Gap-Analyse.
  • Selektion der benötigten Module: FI/CO, PP, MM, SD, CO-PA, ABAP.
  • Auswahl externer Implementierungspartner in AT (Axians)
  • Im weiteren Projektverlauf wurde ein international verantwortlicher Implementierungspartner ausgewählt. (ATOS)
  • Einrichtung der Entwicklungsumgebung und des Testsystems.
  • Analyse und Dokumentation von Arbeitsprozessen und Workflows.
  • Analyse der vorhandenen Stammdaten und Planung der notwendige n „Daten Anreicherung“. 
  • Stammdaten die mehr als ein Jahr keine Bewegung hatten wurden nicht in das neue System übernommen. Trotzdem waren ca. 65 Tausend Datensätze zu übernehmen und auf SAP Level anzureichern. 
  • Es wurden eigene Teams für Artikel-, Produktions-, Kunden-. Lieferantenstammdaten gebildet. Historische Bewegungsdaten wurden nicht übernommen. Diese Daten sind für weitere sieben Jahre noch im vorherigen ERP-System verfügbar.
  • Zusätzliche ABAP-Programmierung eines Tools zur vereinfachten Stammdatenanlage durch ein externes Projektpartner-Unternehmen.
  • Finale „Integrations-Tests“ aller Module mit Milestone Freigabe auf dem Test-Server.
  • Laufende Schulung der MitarbeiterInnen auf dem Testsystem.
  • Einrichtung der Produktivumgebung, Abschluss der Lizenzverträge.
    Planung und Festlegung aller Aufgaben und Tätigkeiten der „Go-Live Phase“ in einer detaillierten „Cut Over Planung“ über die Weihnachtsfeiertage von 22.12 bis 02.01. 
  • Festlegung eines „Worst Case“ und „Rollback“ Szenarios und Maßnahmenplan.
  • Finales Go und Start des Go-Live mit der Datenübernahme der Inventurdaten. 
  • Zwischen den Feiertagen wurden alle weiteren Daten und Workflows implementiert sowie Testproduktionen und Teilinbetriebnahmen durchgeführt.

Reporting

  • Tägliches Update des Projektfortschrittes in MS-Projekt.
  • Regelmäßiges Jour Fixe / Statusupdates mit dem Projektteams.
  • Milestone Meetings zur Prüfung des Projektstatus sowie Freigabe der nächsten Projektstufe.
  • Projekt- und Ergebnisdokumentation für die Konzernleitung.

Erfolge

  • Erfolgreicher Start der planmäßigen Inbetriebnahme am 3.Jan. nach insgesamt 2 Jahren Projektdauer.
  •  In den ersten Tagen nach dem GoLive traten Probleme auf mit Druckern, Arbeitspapieren, blockierten und „verschwundene“ Aufträgen, Stammdatenfehler etc….
  • Während der nächsten 8 Wochen wurde eine laufende Verbesserung der Abläufe und Fehlerbehebung durchgeführt.
  • Das final, implementierte SAP-System sowie die Daten- und Workflow-Struktur diente in weitere Folge als „Blueprint“ für den weiteren SAP -Rollout in den anderen Ländergesellschaften und weiteren lokalen Produktionswerken.
  • Nach einem weiteren Jahr intensiver Vorbereitung wurde auch das zweite Werk erfolgreich über den Jahreswechsel auf SAP R/3 umgestellt.
  • Bei diesem Werk bestand ein besonders hohes Risiko, da das Werk fast ausschließlich die Automotive Industrie „Just in Time“ beliefert. 
  • Die ERP-Umstellung verlief in diesem Werk bereits komplett reibungslos.